Generationennachmittag 2015

Blick in den vollbesetzten Saal

19. November 2015

Historischer Spaziergang durch Schney und Lichtenfels

Generationennachmittag der Schneyer SPD bringt 350,- Euro für evangelischen Kindergarten

„In einer ersten Klasse fragte ich mal, ob die Kinder wissen, wer denn Maria und Josef sei“, so die evangelische Pfarrerin von Schney, Tanja Vincent. „Klar, hat ein Kind gesagt, das sind doch die Schneyer Glocken!“ Recht hatte das Kind. So heißen die nämlich tatsächlich. Und tatsächlich ist es auch bald soweit, dass die Generalsanierung des Schneyer Kindergartens seinem Ende entgegen geht. Vom Fortschritt des Umbaus, der evangelischen Kirche und auch des neuen Gemeindehauses berichtete Vincent mit zahlreichen Bildern und vielen solchen Anekdoten beim Generationennachmittag der Schneyer SPD.

Geld für den Kindergarten gesammelt haben die Schneyer Genossen auch am Volkstrauertag im heimischen Schloss – nämlich 350 Euro. Bei kostenlosem Kaffee und Kuchen trafen sich rund 70 Interessierte im Alter von 1-81. Nach der Begrüßung durch Ortsvereinsvorsitzende Elke Werner lud sie zu einem bebilderten Spaziergang von Schney über Lichtenfels und wieder zurück nach Schney ein.

Viele historische Aufnahmen und die dazugehörigen Geschichten wie etwa zum zerbombten Lichtenfelser Güterbahnhof oder der Schneyer „Rumpelsburg“ wechselten sich mit Bildern ab, die zeigen, wie manche Gebäude oder Areale im Gegensatz dazu heute aussehen. Gerade die Älteren unter den Anwesenden diskutierten häufig, welche Personen auf den Bildern zu sehen sind oder welches Gebäude wo stand.

Kuriosität am Rande: Eine historische Postkarte, die die ehemalige Gemeinde als „Luftkurort Schney am Main Oberfranken“ bezeichnet. Keiner der Anwesenden hatte dies schon einmal so gehört oder gesehen. „Selbst für mich als Lichtenfelserin war es interessant zu sehen, wie sich die Schney beispielsweise mit Konsum, Porzellanfabrik oder Kirche und Schloss verändert hat“, so Besucherin Elisabeth Raab, „dass Schney einmal Luftkurort war, wusste ich nicht.“

Abschließend wurden die Anwesenden in eine gemütliche Runde „entlassen“. Nicht jedoch ohne die Bitte von Elke Werner und Tanja Vincent, dass kurz vor der Neueröffnung des Kindergartens noch helfende Hände für den „Rückzug“ am gesucht werden, die sich gerne bei der Kirchengemeinde oder der SPD melden können. „Wir können jede Unterstützung gebrauchen!“ Treffpunkt für Kurzentschlossene ist der 12.12. ab 8 Uhr am Schützenplatz in Schney.

Text: Matthias Breuning

Bilder: Elisabeth Raab

Teilen